Schloss Cirey im 20. Jahrhundert

Die Familie Salignac Fénelon

Die Familie

 de Salignac Fénelon

Dessin en camaïeu de vert du Château de Cirey, Haute-Marme
Portrait XXème du Vicomte Jean-Hugues de Salignac Fénelon
Illustration Blason de la Famille de Salignac Fénelon

1892 erwarb Armand Viellard, ein bedeutender Industrieller aus der Region Belfort, das Château de Cirey. Fünf Jahre später heiratete seine Tochter Berthe Viellard den Vizegrafen Jean-Hugues de Salignac-Fénelon und brachte das Château de Cirey als Mitgift ein, wodurch es in den Besitz der Familie Salignac-Fénelon gelangte.


Jean-Hugues de Salignac Fénelon verfolgte eine militärische Laufbahn und wurde Offizier im 1. Dragonerregiment. Parallel dazu ging er in die Politik und wurde 1898 als Vertreter des Départements Haute-Saône in den Generalrat und anschließend in die Nationalversammlung gewählt. Unter seiner Leitung erfuhr das Schloss mehrere Umbauten, insbesondere am Nordflügel. Im Inneren wurden die Zwischengeschosse entfernt, um die Raumhöhe zu vergrößern. Die Fassaden wurden mit neuen Dachgauben, einem Wachturm an der Nordecke und einer kaiserlichen Kuppel mit Laterne auf dem Treppenturm verschönert.


Am 17. September 1913 starb Vicomte Jean-Hugues de Salignac-Fénelon auf Schloss Cirey. Seine Frau Berthe übernahm daraufhin die Verwaltung des Anwesens, da die Kinder noch zu jung waren. Sie kümmerte sich bis zu ihrem Tod im Jahr 1946 um dessen Instandhaltung.


Das Schloss ging dann an ihren Sohn, Graf Jean de Salignac-Fénelon, über, der das Anwesen zusammen mit seiner Frau Simone Azaria weiter bewirtschaftete.


Nach Jeans Tod im Jahr 1965 erbte sein Sohn, Graf Hugues de Salignac-Fénelon, das Schloss. Gemeinsam mit seiner Frau Alix de Mougins-Roquefort traf er eine wegweisende Entscheidung für die Zukunft des Schlosses: Cirey sollte der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, um zu dessen Erhaltung und Pflege beizutragen. Diese Initiative leitete eine neue Ära für das Schloss ein, in der die Weitergabe des kulturellen Erbes mit der Einbindung der Öffentlichkeit einhergeht und so der Fortbestand dieses historisch bedeutsamen Ortes bis heute gesichert wird.